3 x 4000er ZWISCHEN ZERMATT UND SAAS FEE für Anfänger


By Paul - Posted on 26 Juli 2015

Breithorn 4164m,  Allalinhorn 4027m und das Weissmies 4017m

 

Die Schweiz zählt 48 Gipfel, die höher als 4000 Meter sind. Wer sich an die 4.000er in der Schweiz heranwagen möchte, der hat hier drei relativ einfach zu begehende Hochtouren mit wenigen technischen Passagen. Basislager für die Hochtouren ist daher nicht die Berghütte, sondern Saas Fee oder  Saas Grund oder in Herbriggen bei der Rosi.

Der Vorteil des Allalinhorn liegt  in der “Alpin-U-Bahn” von Saas Fee, die 1.600 Höhenmeter bis Mittelallalin hinauf führt. Ebenso die Besteigung des Breithorn, das man von Zermatt mit der Seilbahn „Kleine Matterhorn“ erreicht.

Der schon etwas anspruchsvollere Berg nach den beiden ist das Weissmies.  Der Ausgangspunkt Hochsaas Hütte wird bequem mit der Seilbahn vom Tal Saas Grund erreicht.

 

Trotzdem, die Berge müssen alle erst mal bestiegen werden.

Für jeden Bergsteiger-Novizen ein Muss. Hier holt man sich das Rüstzeug für später folgende, anspruchsvollere Touren und lernt den Umgang mit Pickel, Steigeisen und Seil.

Natürlich eignen sich diese Gipfel auch für Gelegenheitsbergsteiger oder geübte Bergwanderer, die sich einmal den Wunsch auf einem der Viertausender der Schweiz zu stehen, erfüllen möchten. Denn gemeinsam einen Gipfel zu erreichen schweißt zusammen!

Wir fuhren am 19. Juli 2015 von Trieben nach Herbriggen wo wir unser Basislager bei der Rosi aufschlugen.

Unser Team:  Ilse, Edith, Barbara und Ute, also 4 Frauen - keine von ihnen war vorher auf einem 4000er.

Am 20. Juli besteigen wir zum Kennenlernen den leichtesten der 4000er, das Breithorn 4164 m

Das Wetter war ideal, Nullgratgrenze auf 4400m, der Wind schwach.

Glücklich erreichten alle ihren ersten 4000er, der am Abend bei Wein und gutem Essen gefeiert wurde.

Am nächsten Tag wurde das Allalinhorn in Angriff genommen.

Die hohen Temperaturen haben dem Gletscher zugesetzt, die Schneebrücke über den Normalanstieg war nicht mehr vorhanden.

So machten wir einen Umweg, der länger, jedoch sicherer war, als die eine Variante neben den Normalweg.

Nach ca. 3 Stunden standen wir im „T-Shirt“   am Allalingipfel und alle Mädels strahlten.

Die Aussicht war grandios.

 

Am 3. Tag wurde unser dritter 4000er,  das Weissmies bestiegen.

Dieser Berg ist ein wenig anspruchsvoller und mit den Serac nicht zu unterschätzenden.

Die Frauen waren akklimatisiert und gut drauf. Der Anstieg war steiler als in den letzten Jahren. Der Gletscher war stark zerklüftet, die Spalten offen und es war viel Spürsinn gefragt.

Wir erreichten den Gipfel in 2:50 Stunden, bevor die anstehende Gewitterfront kam.

Beim Abstieg regnete es leicht, aber das störte uns nicht.

Dann kam die Schlüsselstelle: eine steile Eisflanke, ca.45-50 ° mit Spalten durchsetzt.

Aber auch diese Hürde meisterten alle bravourös und rasch erreichten wir die Seilbahn.

Zur Feier des Tages prosteten wir im Tal mit einen Aperol–Spritz an.

Es waren alle Mädels stolz :„ Das war nicht Ihr letzter 4000er, so Ihr einstimmiger Tenor.                 

 

 

 

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